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Heroes over Europe – Test

Eigentlich könnte ich hier fast genau die Selbe Einleitung wie bei meiner Kaiserzeit zum Spiel schreiben, und darum fasse ich das Szenario noch mal kurz zusammen. Im Zweiten Weltkrieg fliegen wir mit drei verschiedenen Personen in vier verschiedenen Geschwadern, und versuchen den Krieg für die Alliierten zu gewinnen. Zwar wird im Spiel natürlich auf historische Tatsachen Wert gelegt, doch müssen wir auch sehr abstruse Missionen fliegen, oder auch mal fast alleine gegen die ganze Luftwaffe ran. Ob das wirklich Spaß macht, und ob es sich noch immer lohnt als Held über Europa zu fliegen, dass erfahrt ihr jetzt.

Schon wieder Zweiter Weltkrieg?

Mir persönlich ist die Überschrift fast unangenehm, denn (und das ist mein pures eigenes Empfinden, und sollte nicht unbedingt in einen Test) ich selber finde dass die Fliegerspiele mit Propellermaschinen am besten sind.
Also, Heroes over Europe behandelt in seinem Szenario den gesamten Zweiten Weltkrieg. Da unser Hauptprotagonist eigentlich Amerikaner ist, wir aber trotzdem schon fliegen sollen, und er gerne will, schleicht er sich als Kanadier bei der Royal Air Force ein. Tom Forrester heißt der Liebe. Da er wie die beiden anderen Protagonisten Jägerpilot ist, fliegen wir in keiner Mission einen reinen Bomber. Eigentlich etwas schade, hätte dies sicher Abwechslung gebracht. Doch gegen einen wendigen und schnellen Jäger darf man ja fast gar nichts sagen. Und von diesen wird uns, zwar nicht zu Beginn, eine ganze Palette angeboten. Neue Flugzeuge verdienen wir mit beendeten Missionen. Manchmal gibt es sogar mehrere Flugzeuge zu bekommen, dafür müssen wir dann ein bestimmtes Bonusziel erfüllen. Übrigens gibt es nicht nur amerikanische und englische Flieger, auch die guten, alten Messerschmidts und Henschel dürfen wir fliegen – erfüllen wir die Bonusziele. In zeitlich richtiger Abfolge springen wir zwischen den Protagonisten hin und her, wobei wir einen Großteil als Tom Forrester fliegen.

Man kann es kaum glauben, doch der Entwickler schafft es die persönlichen Geschichten der drei Piloten mit der Grundstory zu verflechten, die uns bekannt ist. Dabei wird die Story der Charaktere sowie die Story des Krieges in drei verschiedenen Arten erzählt. Jede Art erzählt die Story aus einem andern Blickwinkel. So können wir am Anfang jeder Mission die persönliche Story unseres Piloten weiterverfolgen, diese wird ähnlich wie in Company of Heroes: Tales of Valor durch Bilder erzählt, welche nur minimal bewegt sind. Vor oder nach manchen Missionen gibt es noch kleine Propagandafilme das Alliierten. Diese greifen als einzige auf Originalaufnahmen zurück, hier wird uns generell etwas über die Zeit 1939-1945 erzählt. Diese Filmchen sind allerdings nicht allzu häufig zusehen. Die dritte Art wie uns die Story erzählt wird, ist natürlich die Mission an sich. Wobei dann durch den Funkverkehr in den Zwischensequenzen, dieses Mal einfach mit Ingame-Grafik gezeigt, noch einmal das Denken unserer Protagonisten, Flügelmännern und andern Piloten verdeutlicht wird. Das Spiel an sich kann mit einigen witzigen Dialogen aufwarten, bleibt aber immer auf dem Boden der Tatsachen. Der in meinem Kaiserzeit Video gezeigte Dialog verdeutlicht dies am besten, hier meint Tom zu seinem Flügelmann: „Es gibt doch kaum doch kaum etwas trauriges als einen eingerosteten Sicherungshebel.“ Der Flügelmann hingegen erwidert: „Du bist ein Dummkopf! Es gibt eine ganze Menge traurigeres, eine ganze Menge.“

Fliegende Festungen

An Flugzeugen gibt es wie gesagt amerikanische, britische und deutsche Maschinen. Doch viel wichtiger als als die Fülle an Flugzeugen, die vorhanden ist, ist das Fluggefühl. Ich persönlich spiele jegliche Flugzeugspiele nur, und ausschließlich mit Joystick, egal wie actionlastig sie auch sein mögen. Für mich gehört ein Joystick zu einem Flugzeugspiel dazu, aus diesem Grund habe ich dann auch Heroes over Europe mit meinem Joystick gespielt. Und das Fluggefühl war eher arcadelastig, wie zu erwarten. Doch trotzdem war das Fliegen mit dem Joystick angenehm und zufriedenstellend. Da ich selber das Fliegen mit Tastatur, Maus oder Gamepad verabscheue, habe ich das Spiel dort hingehen auch nicht getestet. Aber die Standartbelegung und das Steuergefühl mit dem Joystick waren sehr zufriedenstellend. Es lässt ich abschließend feststellen, dass das Spiel, obwohl sehr Action und weniger Simulationslastgig, sich sehr gut mit einem üblichen Joystick steuern lässt.

Aber letztendlich ist dies eine sehr, sehr persönliche Meinung, und ein ganz eigenes Empfinden. Einige werden wohl auch sehr gut mit anderen Eingabegeräten spielen können. Ich denke man kann hier die Regel aufstellen, das sich das Spielverhalten aus andern Spielen übernehmen lässt, wer also hauptsächlich mit Tastatur spielt wird dieses Spielverhalten übernehmen können.

Auch zusammen!

Egal wie man spielt, zusammen spielen geht immer. Heroes over Europe bietet einen großen Multiplayermodus. Hier können sich dann alle Piloten in verschiedenen Spielmodi messen. Es ist ein völlig anders Erlebnis gegen richtige Gegenspieler zu fliegen, und so entstehen völlig neue und forderne Luftkämpfe. Online können wir aus dem ganzen Pool von Flugzeugen auswählen, oder müssen den Vorgaben des Hosts nachgehen. Leider bestehen die Onlinefliegereien nur aus Gefechten, kooperative Missionen entfallen so leider. Eigentlich schade, denn hier verliert man an Potenzial. Alles in allem ist der Onlinemodus eine schöne Abrundung des Gesamten und auf jeden Fall einen Blick wert.

Fazit

Heroes over Europe überzeugt vor allem durch seine Kampagne, diese kann durch in fast allen Belangen überzeugen. Zwar ist sie etwas kurz, aber drei verschiedene Schwierigkeitsgrade und das sehr gute Storytelling machen diesen Nachteil fast wieder weg. Für einen Preis von 10-20€ können Hobbypiloten die ein wenig Action und schöne Missionen mögen ruhig zugreifen. Allerdings gibt es auch gute Simulationslastgig Konkurrenten. Zu welchen man greift, ob Simulation oder Action, das muss jeder für sich entscheiden.

Kommentare
  • AnimeKamiSama

    Ich wollte mal sehen was euer erster Beitrag auf dieser Seite war ;D Und man ist das Lange her…. Hab euch stark gebessert! Macht weiter so 😀

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